Photo: Santiago de Hoyos

Julia Úlehla (US)

Dálava

Julia Úlehla_voc
Aram Bajakian_git
Josh Zubot_vl
Peggy Lee_cello
Dylan van der Schyff_dr
James Meger_b
Tyson Naylor_acc, keyb

Als Hommage an die 100 Jahre alten Volkslieder aus Mähren, die von Julia Úlehlas Urgroßvater aufgeschrieben wurden, entwickelt diese Gruppe von Improvisatorinnen und Improvisatoren aus Vancouver ihre eigenen unglaublich intensiven, berührenden, mitreißenden, packenden, progressiven Jazz- und Post-Rock-Versionen dieser Songs.

Über Julia Úlehla

Julia Úlehla (geb. 1978 in Knoxville, USA) ist Sängerin, Komponistin, Ethnomusikologin und Schauspielerin. Die Tochter eines tschechischen Einwanderers und einer Cherokee-walisischen Mutter kam in den Genuss einer Ausbildung als Opernsängerin und studierte auch andere westliche Musikkunstgenres an der Stanford University und der Eastman School of Music. Schließlich arbeitete sie dann als Resident-Schauspielerin am renommierten Labortheater „Workcenter“ von Jerzy Grotowski und Thomas Richards in Pontedera, Italien, wo sie an der Kreation vier performativer Opernstücke mitwirkte, die vielfach in Europa und Nordamerika aufgeführt wurden.

Im Jahr 2011 zog Julia Úlehla nach New York City, wo sie und ihr Ehemann, der Gitarrist Aram Bajakian, eine neue Art von Performance initiierten, der sie die Analyse der überlieferten Gesangstraditionen anhand der von ihrem tschechischen Urgroßvater, dem Biologen Vladimír Úlehla, gesammelten und transkribierten Volkslieder zugrunde legten. Es resultierte in der Gründung von Dálava, einem Projekt der Verbindung von Ritual und Performance, das die Intensitätsschwelle von Vergänglichkeitsebenen auslotet und das Anrufen einer Ahnenpräsenz heraufbeschwört. Dálava wird oft als schamanisch und primordial beschrieben und als eine der am meisten dynamischen und elektrisierenden Bands in ihrer neuen Wahlheimat Vancouver gepriesen. Dort wohnt das Paar seit Úlehla an der University of British Columbia in Ethnomusikwissenschaft promoviert; unter ihren Veröffentlichungen ist auch eine englische Übersetzung des VI. Kapitels aus dem Buch „Živá píseň“ (Lebendes Lied, 1949) ihres Urgroßvaters.

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