Photo: Frank Schemmann

Robert Landfermann (DE)

Robert Landfermann (geb. 1982 in Oberwinter bei Bonn) gilt als einer der besten und innovativsten europäischen Jazz-Bassisten. Zusätzlich zu seinem prall gefüllten Tourkalender agiert er immer mehr als Bandleader und Komponist von aufregenden Bandprojekten. Mit seinem Soloalbum „Null“ hat er ein beachtlich eigenständiges und abwechslungsreich eingespieltes Album veröffentlicht, inspiriert von Parametern des Jazz, der Improvisierten und der Neuen Musik.

In der europäischen Jazzszene ist der Kölner Musiker als virtuoser und herausragender Improvisator bekannt. Das amerikanische DownBeat Magazine beschreibt ihn als „vielseitigen Spieler, der sich mit beeindruckendem Elan leicht in Mainstream- und Avantgarde-Kontexte einfügen kann.“ Hans-Jürgen Linke ergänzt: „Landfermann ist unter den Jazzbassisten in Deutschland zurzeit vermutlich nicht nur der meistbeschäftigte, sondern auch der mit dem weitesten stilistischen Horizont.“

Robert Landfermann leitet mehrere eigene Ensembles und ist Mitinitiator des Kölner Musikerkollektivs KLAENG, das Jazzfestivals und Workshops organisiert. Seit 2014 ist er zudem Mitbetreiber des Label Klaeng Records, auf dem unter anderem seine eigenen Alben „Topaz“, „Tiefgang“ und „Kehdata“ (zusammen mit Elisabeth Coudoux) erschienen sind.
Sein Quintett-Album “Night Will Fall“ (Pirouet Records) wurde vom DownBeat Magazine in die Liste der besten Alben des Jahres 2016 aufgenommen. Zuletzt ist 2018 seine CD „Brief“ mit derselben Besetzung erschienen. Als Einflüsse seiner skizzenhaften Kompositionen zählen Luciano Berio, Helmut Lachenmann, Pierre Boulez genauso wie Charles Mingus, Thelonious Monk und Paul Motian.

Robert Landfermann unterrichtet seit 2011 an der Folkwang-Universität der Künste in Essen Jazz-Kontrabass und Ensemblespiel und trat im Herbst 2019 eine Professur an der Musikhochschule Mannheim an.

Weiter lesen