Muqata’a

Muqata'a © Jasper Kettner

Muqata’a (* Ramallah, Palästina) verwendet gesampeltes Material von Schallplatten und Tonbändern, elektronische Geräte und Feldaufnahmen, wobei die Ergebnisse zwischen harten Beats, abstrakten Klängen und Glitches variieren. Er komponiert ebenfalls Filmmusik und hat an mehreren Kompositionen für Tanztheateraufführungen gearbeitet.

Für Muqata’a ist die Einbindung der Klänge traditioneller palästinensischer Musik eine Möglichkeit, „dieses Kulturgut lebendig zu halten, die Vergangenheit zu bewahren, sie dabei auch wiederzubeleben und darauf zu bestehen, dass diese Klänge und Traditionen in den Ohren heutiger und künftiger Generationen weiterklingen“.

Zu seinen Soloalben gehören „Kamil Manqus“ (2021) auf Hundebiss Records, „Inkanakuntu“ (2018) auf Discrepant Records, „Dubt Al-Ghubar“ (2017) auf Third Type Tapes, „La Lisana Lah“ (2017) und „Hayawan Nateq“ (2013).

Er ist Mitbegründer der Rap-Gruppe Ramallah Underground Collective (2002 – 2009), die wesentlich zur Etablierung von Hip Hop und der musikalischen Reflexion des komplizierten Lebens in Palästina beigetragen hat. Im Rahmen von Ramallah Underground fand unter anderem eine Zusammenarbeit mit dem renommierten amerikanischen Kronos Quartet statt. Zusammen mit den Künstlern Basel Abbas und Ruanne Abou-Rahme bildet Muqata’a die Künstlergruppe Tashweesh. Darin verbinden die Künstler:innen ihre unterschiedlichen Praktiken und lassen Sound, Bewegtbild, Feldaufnahme, Archivmaterial und Gesang aufeinandertreffen. Das Trio erforscht auch die Beziehung zwischen Installation und performativer Praxis.