Photo: Ebru Yildiz

Greg Fox (US)

Die Karriere des interdisziplinären Künstlers, Schlagzeugers und Multiinstrumentalisten Greg Fox (geb. 1985 in New York City) begann in der experimentellen Metalszene Brooklyns und führte über Umwege in die internationale Avantgarde-Jazz- und Kunstszene. Greg Fox erwarb seinen Bachelor of Arts in Integrierter Kunst am renommierten Bard College in New York.

Seinen Ruf als hochvirtuoser Hyperspeed-Drummer hat sich Greg Fox mit der Black Metal-Band Liturgy (mit der er die Alben „Renihilation“, „Aesthethica“ und „The Art Work“ veröffentlichte) auf weltweiter Tournee hart erarbeitet. Seit der Loslösung von der Band widmet er sich genreübergreifenden Kollaborationen, etwa mit dem australischen Komponisten Ben Frost, dem New Yorker Jazz-Noise-Projekt Zs und dem Basssaxofonisten Colin Stetson. All diese Projekte sind geprägt von seinem Willen, sich künstlerisch immer wieder neu herauszufordern.

Das gleiche lässt sich auch über sein Studium bei dem legendären Schlagzeuger Milford Graves sagen, dass eine Zäsur im künstlerischen Schaffen von Greg Fox markiert. Mit Graves produzierte er MIDI-gesteuerte Musik, die auf den triolischen Rhythmen seines eigenen Herzschlags basiert. Daraus resultiert sein erstes, 2014 veröffentlichtes Solo-Album „Mitral Transmission“. Inspiriert durch seine Leidenschaft Percussion Sounds mit organischen Klängen und moderner Technologie in Einklang zu bringen, begann Fox mit dem Hardware/Software-System Sensory Percussion zu arbeiten, mit dem er selbst entwickelte Klänge (synthetische Sounds oder Field Recordings) über sein Schlagzeug triggert und moduliert. Das akustische Drumset wird so zur sensorischen Schnittstelle für die Kommunikation mit dem Publikum.

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