Artist in Residence

Mit der Berufung von Achim Tang als „Artist in Residence“ schafft die Monheim Triennale schon vor ihrer ersten Ausgabe eine unmittelbare Verbindung zwischen Festival und Stadtgesellschaft. Achim Tang lebt und arbeitet seit 2019 in Monheim und ist sowohl Botschafter für das Festival und seine musikalisch-künstlerischen Inhalte, als auch Kooperationspartner und Initiator vielfältiger Aktivitäten der kulturellen Bildung in der Stadt.

Achim Tang

Achim Tang, geboren 1958 in Berlin, ist als Kontrabassist im Jazz und in der Improvisierten Musik verwurzelt. Neben seiner Arbeit als konzertierender Musiker hat er sich vor allem als Musikvermittler in einem erweiterten musik- und kulturpädagogischen Feld einen Namen gemacht. In diesem Kontext hat Achim Tang in den vergangenen Jahren eine Vielzahl an unterschiedlichen Projekten – schwerpunktmäßig in sozioökonomisch benachteiligten Gemeinschaften – konzipiert und geleitet. Darüber hinaus war er in der Weiterbildung sowie der theoretischen Reflexion dieser Arbeit engagiert.

Nach seinem Studium an der Musikhochschule in Graz lebte Achim Tang viele Jahre in Wien, wo er über seine rege Konzerttätigkeit hinaus auch in interdisziplinären Projekten sowie als Komponist für Film, Theater oder Tanzperformances aktiv war. In dieser Zeit engagierte er sich auch in den „Klangnetzen“, einem innovativen und weit über die Grenzen Österreichs hinaus beachteten musikpädagogischen Projekt zu den Möglichkeiten einer künstlerischen Vermittlung Neuer Musik an allgemeinbildenden Schulen.

2004 zog Achim Tang von Wien nach Köln und widmete sich verstärkt der Arbeit an musikpädagogischen Konzeptionen und deren praktischer Umsetzung. Er sucht konsequent nach Möglichkeiten, pädagogische Ansätze in die eigene künstlerische Praxis zu integrieren und genuin künstlerische Prozesse auch mit Kindern, Jugendlichen und/ oder erwachsenen musikalischen Laien nachzuvollziehen. Über die praktische Projektarbeit in Köln hinaus war Achim Tang an dem Vermittlungsprogramm „nimm!“ des „moers festival“ beteiligt und arbeitete als Lehrbeauftragter für die Kölner Universität und die Kölner Musikhochschule.

Ausgewählte Projekte

Kinderkreativwoche im Sojus 7

Die Kreativwoche in fremden Galaxien: Mitte August fand die 25. Kreativwoche für Kinder von sechs bis zwölf Jahren im Sojus 7 statt. Thema war „Weltraum“. Der Weltraum Musik: Wie klingt die Musik in den Weiten des Weltalls? Können wir uns musikalisch mit ausserirdischen Wesen verständigen, die uns besuchen wollen? In einem offenen, spielerischen Prozess suchen wir im Lauf der Woche Klänge und Lieder, Instrumente und Spielarten, die unsere Idee von Weltraum hörbar machen. 

Die Ergebnisse der Kinder-Kreativwoche können hier heruntergeladen werden: Download der Mittschnitte.

Der Offene Musikraum — ein informelles Musikangebot im Haus der Jugend in Monheim

Der Offene Musikraum bietet ein niederschwelliges musikalisches Angebot im Monheimer Haus der Jugend. Unser Ziel ist es, den Jugendlichen in der Einrichtung einen offenen Raum für musikalische Begegnung und kreative Experimente anzubieten. Der Offene Musikraum ist einmal wöchentlich für zwei Stunden zugänglich. Im Gegensatz zu den meisten gängigen Projektangeboten setzt der Offene Musikraum dabei nicht von vornherein auf eine verbindliche und regelmäßige Teilnahme einer fixen Gruppe von Jugendlichen, auch muss aus dem Angebot nicht zwangsläufig eine performative Präsentation der Arbeitsergebnisse resultieren. Vielmehr liegt die Konzentration auf dem gemeinsamen Musizieren, welches in diesem Zusammenhang gleichermaßen als künstlerische Geste und soziale Aktion verstanden wird.

Durch die zu erwartende Fluktuation in der Gruppe werden immer sich wieder neue musikalische Ansätze gefragt sein, die sich jeweils an den Interessen und Fähigkeiten der Anwesenden orientieren.

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