Photo: Park Cecil

Park Jiha (KR)

Über Park Jiha

Park Jiha (geb. 1985 in Seoul, Südkorea) ist Komponistin und Multi-Instrumentalistin. Sie spielt u.a. die klassische koreanische Piri, eine Bambusoboe mit Doppelrohrblatt, die Wölbbrettzither Yanggeum sowie die Saenghwang, eine eindrucksvolle Mundorgel aus 24 Bambusrohren, die in einer Windkammer aus Metall münden. Ihre Faszination für historische Instrumente und ihre Leidenschaft für luzide, höchst moderne Kompositionen verbinden sich zu einer unerwartet verzaubert wirkenden Musik im transkulturellen Wandel.

Die Musik von Park Jiha zeichnet eine Kombination von stilistischen Elementen des Minimalismus, der Ambient Musik und des Free Jazz sowie dem Einfluss der traditionellen koreanischen Musik aus, die verschiedene Klangebenen berührt und auf einem eigenwilligen Zusammenspiel von Zeit und Raum basiert. Bei ihren Auftritten generiert sie einen musikalischen Flow, von dem zugleich Sanftheit und Ruhe ausgeht, um dann wieder furios und stilistisch herausfordernd daherzukommen.

Die Musik von Park Jiha wurde von einer Vielzahl an Musikerinnen und Musikern aus aller Welt beeinflusst, darunter Steve Reich, Terry Riley, Jon Hassell, Michael Nyman und Laraaji. Ihre koreanische, nicht-eurozentrische Interpretation der Komplexität unserer aktuellen Welt verleiht dem Musikerlebnis eine überaus reizvolle perspektivische Wendung.
Park Jiha veröffentlichte bis dato zwei Alben: das selbst produzierte Debüt „Communion“ (2016) und „Philos“ (2019, auf Tak:til/Glitterbeat). Ihr Mix aus transzendentalen Experimenten und Kompositionen mit klarem, ästhetischem Ansatz ist einmalig. Die Musik von Park Jiha bezieht ihre inspirierende Wirkung aus der beunruhigenden Balance der energetisch abenteuerlustigen Momente im Kontrast zu den besänftigend beruhigenden.

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